Das brauen



Wie der Brauablauf bei Michaeli-Bräu aussieht ist in Bildern unter folgendem Link zu ersehen:

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Der Brauprozess

Der erste Schritt beim Bierbrauen ist das Schroten. Danach wird Malzschrot mit Wasser gemischt, um das Malz aufzuschließen. So wird ein Großteil der Malzinhaltsstoffe im Wasser gelöst. Die entstehende Flüssigkeit nennt man Maische. Diese wird in fixen Temperaturstufen und entsprechenden Rastzeiten bis 75°C erwärmt um die Zucker und Eiweißstoffe des Malzes ausreichend im Wasser zu lösen. Im folgenden Schritt, dem Abläutern , werden die festen Bestandteile der Maische von den flüssigen getrennt. So erhält man eine klare zucker-und eiweißhältige Flüssigkeit, die Würze, während der Treber zurückbleibt.

Die gewonnene Würze wird nun in der Sudpfanne 90 min. gekocht. Pro Sud benötigt der Braumeister des Michaeli-Bräu ca. 150 kg Malz, 1,5 kg Hopfen und Wasser. Ein Sud ergibt eine Ausschlagsmenge von ca. 9 hl Bier. In der Sudpfanne wird auch der Hopfen hinzugefügt. Anschließend wird der heiße Sud im sog. Whirlpool für 20 min. stehengelassen, um den Heißtrub, der u.a. aus Eiweißbestandteilen und Hopfentreber besteht, abzuscheiden.

Darauf erfolgt eine Abkühlung auf Anstelltemperatur, die bei untergärigem Bier 12°C und bei obergärigem Bier 20°C beträgt. Nach der Belüftung wird die Würze in einen Gärtank angestellt. Durch die Hefe wird im Laufe des Gärungsprozesses ein großer Teil der Stammwürze zu Alkohol und Kohlensäure vergoren.

Je nach Biersorte dauert diese Hauptgärung zwischen 5 und 10 Tagen. Die Temperaturen bei der Gärung betragen bei untergärigem Bieren 6-9°C und bei obergärigen Bieren 15-20°C. Zum Ende der Garzeit hin sinkt bei untergärigen Biersorten die Hefe zu Boden. Bei obergärigen Sorten steigt sie an die Oberfläche.

Im Anschluß an die Hauptgärung wird das Bier noch 2-3 Wochen bei 3°C gelagert, um seinen vollen Geschmack zu erhalten. Hierbei wird der restliche vergärbare Zucker vergoren. Durch einen Gegendruck im Lagerbehälter und durch die niedrige Temperatur bindet sich die Kohlensäure im Bier. Durch die fehlende Filtration bleiben dem Bier neben Hefe und Eiweiß auch Geschmackstoffe, Enzyme und Vitamine erhalten. Die Biere des Michaeli-Bräu werden nicht filtriert und haben somit noch den vollen Geschmack natürlich gebrauter Biere.

 

www.braukunst.at erstellt: M.Mayrhofer